Unfallversicherung

Die Unfallversicherung

Wie der Name schon sagt, eine Versicherung welche Leistung gewährt wenn du einen Unfall hast. Bei der Unfallversicherungen gibt es eine Besonderheit, denn es gibt eine gesetzliche Variante und eine private Variante. Was bedeutet in diesem Fall die gesetzliche Unfallversicherung? Gesetzlich Unfallversichert bist du, wenn du einem Sozialversicherungspflichtigen Beruf ausübst. Ebenso bei Ehrenamtlichen Tätigkeiten und als Schüler. Sollte dir nun am Arbeitsplatz oder der Schule/Universität etwas passieren, kommt der Gesetzgeber für alle Folgen auf. Ebenso bist du auf dem DIREKTEM Weg zur Arbeits-/Bildungstelle versichert. Was bedeutet auf dem direkten Weg? Solltest du vor der Arbeit noch schnell einkaufen fahren wollen, einen Freund besuchen, oder was auch immer, könnte es Probleme mit dem gesetzlichen Unfallschutz geben.

Leistungen der Gesetzlichen Unfallversicherung:

  • Kosten aller Heilbehandlungen. Kosten für Krankenhausaufenthalt und Reha Maßnahmen. dazu gehören auch Medikamente, Physiotherapie und Psychotherapie zur Linderung von Unfallfolgen.
  • Pflegeleistungen, falls du in der ersten Zeit nach dem Unfall nicht fähig bist dich selbst zu versorgen.
  • Verletztengeld. Solltest du nach einem Unfall deinem Beruf nicht nachgehen können. Das Verletztengeld beträgt 80% deines Bruttoeinkommens. Maximal 78 Wochen Auszahlung.
  • Unfallrente. Diese wird gezahlt wenn die Unfallfolgen länger als 26 Wochen andauern. Die Höhe ergibt sich aus deinem Bruttoeinkommen und dem Grad der Einschränkung.

Wofür nun also die Private Unfallversicherung?

Die private Unfallversicherung unterscheidet sich ganz extrem von der Gesetzlichen. Denn sie zahlt bei Unfällen im privaten Bereich. Ausgenommen sind vorsätzlich verursachte Unfälle oder unter Drogen/Alkohol Einfluss. Ob das ganze für dich interessant ist, muss man im Einzelfall entscheiden. Übst du einen gefährlichen Sport aus, oder hast sonst einen riskanten Lebensstil? Dann sollte dich das Thema auf jedenfall interessieren.

Typische Leistungen einer privaten Unfallversicherung:

  • einmalige Invaliditätsleistung
  • wiederholte Zahlung bei Invalidität
  • monatliche Unfallrente
  • Krankenhaustagegeld
  • Progressions-Staffelung *
  • kosmetische Operationen
  • Todesfallleistung

Was gibt es zu beachten?

Du kannst deine Versicherungssummen für zum Beispiel kosmetische Operationen Hinterbliebenen Leistungen usw. ganz individuell anpassen. Je höher die Versicherungssummen, desto höher selbstverständlich die Beiträge.

Hiervon unabhängig ist jedoch die sogenannte Gliedertaxe bei Invaliditätsleistungen. Eine Invalidität liegt vor, wenn dauerhafte körperliche oder geistige Einschränkungen nach einem Unfall bestehen bleiben. Bei Invaliditätsleistungen handelt es sich um Einmalzahlungen die prozentual an die Versicherungssumme geknöpft sind.

Gliedertaxe Beispiele:

  • Verlust eines Fingers: zwischen 10 und 30 %
  • Verlust eines Beines: zwischen 60 und 80 %
  • Verlust Deiner Stimme: zwischen 80 und 90 %
  • Verlust der kompletten Hand: zwischen 70 und 80 %
  • Verlust deines Gehörs (einseitig): zwischen 30 und 40 %

Diese Prozentwerte stehen immer in Relation zur abgeschlossenen Versicherungssumme. Hast Du beispielsweise als Versicherungssumme 50.000 Euro angesetzt und verlierst einen Finger, wirst Du nach der Gliedertaxe eine Einmalzahlung zwischen 5.000 und 15.000 Euro erhalten.

*Erklärung zur Progressionsstaffelung:

Je höher der Invaliditätsgrad einer versicherte Person ist, desto mehr lässt die Progression die Versicherungssumme ansteigen. Die progressive Invaliditätsleistung greift meist ab einem Invaliditätsgrad in Höhe von 25% ein. Bei einem Invaliditätsgrad unter 25% wird immer nur die einfache Versicherungssumme ausgezahlt.

Der Einschluss einer Progression kann sinnvoll sein, da bei einer hochgradigen Invalidität auch die persönlichen Kosten steigen, wie zum Beispiel für häusliche Umbaumaßnahmen oder langjährige Betreuung.

https://www.versicherungscheck.net/unfallversicherung-progression/